Medizinische Vorsorge und Impfungen für Peru und Bolivien

Eine Reise nach Peru  oder Bolivien bedarf einiger medizinischer Vorsorge, insbesondere, wenn ein längerer Aufenthalt geplant ist, der sich nicht nur auf große Hotelanlagen beschränken soll. Vor allem die Frage, welche Impfungen man durchführen muss oder will, sollte frühzeitig geklärt werden.

Grundsätzlich ist vor einer Reise nach Peru oder Bolivien ein Ganzkörper-Check (insbesondere Mandeln, Blinddarm und Unterleib) durch den Hausarzt, sowie eine zahnärztliche Kontrolle zu empfehlen. Durch diese medizinische Vorsorge, können sogenannte versteckte Krankheiten erkannt werden.

Mit dem Impfplan sollte bereits einige Monate vor der Reise begonnen werden, damit sich der Körper zwischen den einzelnen Impfungen erholen kann und da beispielsweise zwischen den einzelnen Gelbfieberimpfungen gewisse Zeitabstände eingehalten werden müssen.

Für eine Peru-oder Bolivien-Reise sollten unbedingt eine Diphterie-, Tetanus- und Hepatitis A-Impfung vorgenommen werden. Darüber hinaus, je nach Länge des Aufenthalts und Zielgebieten der Reise auch eine Hepatitis B-, eine Tollwut, Typhus und eine Gelbfieberimpfung. Wer nicht direkt aus Deutschland anreist, sondern aus einem Gelbfieber-Infektionsgebiet, ist in Peru und Bolivien zu einer Gelbfieberimpfung verpflichtet. Der Nachweis muss mit dem Originalimpfpass erfolgen – eine Kopie reicht nicht. Kann keine Gelbfieberimpfung nachgewiesen werden, kann die Einreise verweigert oder auch eine Zwangsimpfung verordnet werden. Derzeit ist für Bolivien aus aktuellem Anlass (starke Regenfälle, Naturkatastrophen) eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden vorgeschrieben. Über aktuelle Änderungen kann man sich bei der Landesbotschaft von Bolivien in Berlin erkundigen.

Wer außerhalb des Anden-Hochlands reisen möchte, sollte sich zudem über den aktuellen Stand des Malaria-Risikos und eine mögliche Vorbeugung informieren. Grundsätzlich ist von einer Malaria-Prophylaxe aufgrund der vielen Nebenwirkungen abzuraten, allerdings sollte ein sogenanntes Notfallmedikament mitgeführt werden. Eine Malaria-Impfung ist nicht möglich. Aktuelle Informationen zu Impfempfehlungen und speziellen Gesundheitsrisiken in Peru und Bolivien können jederzeit im Tropeninstitut oder im Internet auf diversen Seiten zu Impfungen für Peru und Impfungen für Bolivien eingeholt werden.

Es sind zwar viele Medikamente in Peru und Bolivien erhältlich, dennoch sollte eine kleine Reiseapotheke mit grundsätzlicher Medizin nicht fehlen. Der Hausarzt, der eventuell sogar kostenlose Ärztemuster abgeben kann oder der Apotheker können bei der Zusammenstellung helfen. Spezielle Medikamente, wie etwa gegen die Höhenkrankheit, werden erst in Peru oder Bolivien gekauft.

Sinnvoll kann es auch sein, eine Reisegepäck-Versicherung abzuschließen. So ist man auf jeden Fall immer auf der sicheren Seite.

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Datum: Mittwoch, 13. August 2008 16:28
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