Bolivien: Rurrenabaque: Pampa
Eine Tour durch die Pampa in Bolivien ist ein unvergessliches Erlebnis. Hier hat man die seltene Möglichkeit, eine große Zahl verschiedener exotischer Tiere in der freien Wildbahn zu beobachten. In Rurrenabaque werden viele gute Touren in die Pampa angeboten. Hierbei sollte allerdings auch einiges beachtet werden.
Die Anfahrt nach Rurrenabaque
Rurrenabaque, auch liebevoll Rurre genannt, ist ein Urwaldkaff mit nicht einmal 7000 Einwohnern. Die Kleinstadt liegt im Amazonasbecken und gehört zum Departamento Beni in Bolivien. Die Fahrtzeit von La Paz oder Trinidad beträgt mit dem Bus 12 – 18 Stunden. In der Regenzeit dauert es häufig noch länger. Bei starken Regenfällen ist die Straße oftmals überhaupt nicht befahrbar.
Viele Besucher entscheiden sich für einen der Inlandsflüge, die zwischen 30,- und 60,- Euro kosten (one way). Der Flughafen in Rurrenabaque besteht lediglich aus einer kleinen Graspiste. In der Regenzeit ist diese oft aufgeweicht, sodass die Maschinen weder starten noch landen können. Daher passiert es häufig, dass man einfach mal ein paar Tage in Rurrenabaque festsitzt und man nur darauf warten kann, dass es aufhört zu regnen. Wer also in der Regenzeit nach Rurrenabaque will, sollte genug Zeit und Geduld mitbringen.
Die Tour-Organisation
Von Rurrenabaque aus können sowohl schöne Touren in den Urwald, als auch in die Pampa gebucht werden. Auch hier nimmt der Tourismus immer mehr zu und die Konkurrenz unter den Anbietern ist sehr groß. Daher nehmen viele Anbieter keine Rücksicht auf Tiere und Pflanzen, um ihren Kunden ein möglichst unvergessliches Erlebnis zu garantieren. So werden beispielsweise Anacondas aus ihren Höhlen gezerrt, um sie den begeisterten Touristen für einen Schnappschuss um den Hals zu legen. Dabei vergessen viele, dass dies nicht nur einen enormen Stress für die Tiere darstellt, sondern der Mix aus Insektenschutzmittel und Sonnencreme auf der Haut der Besucher auch tödlich für die Tiere sein kann. Desweiteren wird oft versucht Flussdelfine durch Motorengeräusche anzulocken und bereits jetzt ist häufig ein öliger Film auf den Wasserwegen durch die Pampa zu bemerken.
Um einen ökologisch verträglichen Anbieter zu finden, sollte man sich mit anderen Touristen, die bereits eine Tour gemacht haben austauschen. Zudem liegen in der Touristeninformation Listen über Leistungsfähigkeit, Qualität und Tourverlauf der einzelnen Anbieter aus, in die jeder Besucher seine Meinung eintragen kann. In vielen Hostals hängen auch Listen der geprüften und lizensierten Anbieter aus, an die man sich unbedingt halten sollte. Ein guter Anbieter, der auch einschreitet, wenn die Touristen einmal wieder verführt sind die Affen mit kleinen Leckereien anzulocken, ist Fluvial Tours.
Besonders wichtig für eine Tour in die Pampa ist ein sehr guter Mückenschutz.
Die Pampa in Bolivien
Die Pampa (häufig auch Pampas) ist eine Grassteppe in Südamerika. Sie wird im Westen von den Anden und im Osten vom Atlantik begrenzt. Neben Bolivien erstreckt sich die Pampa vorallem in Uruguay, Argentinien und Brasilien.
Eine Tour durch die Pampa
Eine Tour durch die Pampa in Bolivien dauert in der Regel 3 Tage.
Am ersten Tag geht es mit dem Jeep in etwa 3 Stunden in das kleine Dorf Santa Rosa. Von hier aus geht es mit dem Boot weiter den Rio Yucumo entlang. Die meisten Anbieter haben eine eigene einfache Lodge, sodass sich die Fahrzeit danach richtet, wo man untergebracht ist. Für gewöhnlich handelt es sich hierbei um 1-2 Stunden.
Im weiteren Verlauf geht es an den einzelnen Tagen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten mit dem Boot durch die Pampa, um die reichhaltige Flora und Fauna zu bestaunen. An einem Nachmittag macht man sich auch zu Fuß auf die Suche nach Anacondas. In der Trockenzeit ist die Wahrscheinlichkeit Anacondas und Capybaras (Wasserschweine) zu sehen um einiges größer, als in der Regenzeit. Dafür sind in der Regenzeit aufgrund des höheren Wasserstandes sehr viel mehr der possierlichen rosanen Flussdelfine unterwegs, die dann springend mehrmals täglich das Boot begleiten.
Ansonsten sind die verschiedensten Vögel wie Tukane, Paradiesvögel und viele mehr zu beobachten. Man bekommt diverse Affenarten, wie Brüllaffen, Totenkopfäffchen und andere zu Gesicht und vor allem Alligatoren, Kaimane und Schildkröten sind allgegenwärtig.
Bilder zur Pampa in Bolivien
(Alle Aufnahmen wurden in der Regenzeit gemacht.)





Eine typische Lodge in der Pampa von Bolivien.


Da von den Lodges immer wieder Küchenabfälle für die Alligatoren und Kaimane abfallen, kommen diese häufig gefährlich nah.




Ein Flussdelfin
Der Flughafen in Rurrenabaque

Dienstag, 29. September 2009 13:18
[...] Pampa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und GrammatikBilder und Informationen einer Tour durch die Pampa in Bolivien Kategorien: Steppe | Geographie (Argentinien) | Ökosystem © Diese Definition / dieser [...]