Peru: Arequipa: Das Kloster Santa Catalina

Mitten in Arequipa steht das beeindruckende Kloster Santa Catalina. Mit eigenen Straßen, Werkstätten und sogar einer eigenen Wasserversorgung ist es wie eine Stadt in der Stadt. Erst seit 1970 ist das Kloster auch für die Allgemeinheit zugänglich.
1579 wurde mit dem Bau des riesigen Klosters begonnen. Hierfür wurde einfach ein Teil des damaligen Arequipa ummauert. In dem Kloster waren vor allem Töchter aus gutem Hause untergebracht, die dort ihre eigenen Häuser und Dienstmädchen hatten. So lebten dort etwa 150 Nonnen und 400 Dienstmädchen, abgeschottet von den Augen der Öffentlichkeit. Erst nach über 300 Jahren, im Jahre 1970 wurden die Klostertore auch für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Öffnung wurde von den Nonnen selbst veranlasst, als nur noch 17 Nonnen im Kloster lebten.

Den Grund des Klosters kaufte eine reiche Witwe, Maria de Guzmán. Danach gehörte es dem Dominikanerorden und wurde der Heiligen Catalina geweiht.

Die riesige Klosterfläche mitten in Arequipa beträgt insgesamt 20.426 m². Eine Stadt in der Stadt mit kleinen Gassen und eigenen Straßennamen, mit Gärten und Werkstätten. Die eigene Wasserversorgung machte das Kloster weitestgehend autark. Nur alle 4 Jahre wurden acht neue Novizinnen aufgenommen, die einen erheblichen Geldbetrag für die Aufnahme und das Leben im Kloster Santa Catalina zu zahlen hatten. In der Regel kamen die Mädchen aus den Familien reicher Spanier. Nach der Aufnahme im Kloster mussten die Familien weiterhin voll für die Lebenskosten der Tochter aufkommen. Nach ihrem Tod wurde von jeder Nonne ein Gemälde angefertigt. Die Bilder hängen auch heute noch im Kloster und können besichtigt werden.

1871 reformierte und liberalisierte die damalige Leiterin des Klosters Santa Catalina in Arequipa, Josefa Cadena, das Kloster. Die Aufnahme war von da an kostenlos. Derzeit wohnen noch knapp 30 Nonnen im Kloster.

Wer sich in Arequipa aufhält, sollte das Kloster unbedingt besichtigen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die fröhlichen bunten Häuser in rot und blau, der weiße Tuffstein, die maurische Architektur, die Kopfsteinpflaster und schönen Gärten machen einen wundervollen Reiz aus.

Bilder des Klosters Santa Catalina in Arequipa in Peru

Das ehemalige Zimmer einer Nonne.

Das ehemalige Zimmer einer Nonne.

Eine der vielen Küchen im Kloster Santa Catalina

Eine der vielen Küchen im Kloster Santa Catalina

Die vielen kleinen Gasen im Kloster Santa Catalina haben ihre eigenen Straßennamen.

Die vielen kleinen Gasen im Kloster Santa Catalina haben ihre eigenen Straßennamen.

Der Eingang zum klostereigenen Friedhof

Der Eingang zum klostereigenen Friedhof

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Datum: Sonntag, 15. Februar 2009 20:24
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