Kalifornien: San Francisco
San Francisco ist eine der beeindruckendsten Städte der USA, wenn nicht sogar der Welt. Der hügelige Charakter der Gegend macht einen Großteil des Charmes von San Francisco aus. Wo man in jeder anderen Stadt flucht, dass man auf steilen Straßen nicht mit dem Fahrrad fahren kann, beim einparken ziemlich schwitzt und keuchend den nächsten Hügel erklimmt, lächelt man in San Francisco milde und bestaunt die steilen Straßen.
Die Art der Häuser, im viktorianischen Stil mit bunten Holzfronten und Erkern, gibt der Stadt etwas Buntes, das auch der oft tief hängende Nebel ihr nicht nehmen kann. Besonders zu empfehlen ist hier Alamo Square, denn um diesen Park herum stehen besonders bunte Häuschen, die aussehen, als seien sie einem Märchen entsprungen.Auch ist es immer wieder lustig die kurvigstes Straße der Welt – die Lombard Street – zu bestaunen und Autofahrern dabei zuzusehen wie sie mühsam ihr Gefährt den Berg hinauf lenken.
Aber nicht nur die steilen Hänge und bunten Häuser, auch die interessanten Stadtviertel und das Flair der Stadt, das oft gar nicht an eine amerikanische Metropole erinnert, finden bei vielen Europäern großen Anklang. In San Francisco kann man, im Gegensatz zu den meisten anderen Großstädten der USA, zu Fuß die Innenstadt erkunden. Das bunte Treiben in Chinatown reiht sich direkt an das Finanzviertel mit beeindruckenden Hochhäusern und geschäftig strebenden Anzugträgern. Und obwohl Fisherman’s Wharf und Pier 39 schon ein alter Hut sind und von jedem Tourist abgeklappert werden, sollte man doch keinen Bogen darum machen. Diese Gegend gehört genauso zu San Francisco wie der Rest der Stadt und es hat einen guten Grund, dass Touristen aus aller Welt dorthin strömen. Seelöwen und Robben in einem Hafen zu sehen ist schon ein lustiger Anblick! Und wer gerne Fisch isst, der ist hier genau richtig: ein Shrimp-Lokal reiht sich an das Nächste.
Nicht verpassen sollte man natürlich den sagenhaften Blick vom Coit Tower. Von dort aus sieht man über die ganze Stadt und wenn man Glück hat, dann erwischt man einen der wenigen Tage ohne Nebel über dem Meer und kann einen Blick auf die Golden Gate Bridge erhaschen. Wer über den Coit Tower die Nase rümpft, der kann alternativ auch auf die Twin Peaks fahren, der Blick von dort ist beinahe ebenso gut. Aber: ohne Auto ist der Weg dorthin kein Zuckerschlecken und auch nicht besonders angenehm, weil man auf der Straße laufen muss!
Und natürlich darf die weltberühmte Golden Gate Bridge bei einem Aufenthalt in San Francisco nicht fehlen. Den besten Eindruck dieser Brücke bekommt man, wenn man von Norden mit dem Auto kommt. Der vorletzte Rastplatz vor der Brücke ist am besten geeignet, um schöne Fotos zu schießen, denn dieser Rastplatz ist auf einem Hügel direkt vor der Brücke. So bekommt man einen wunderbaren Überblick über alles. Und wenn es neblig sein sollte: keine Sorge, auch im Nebel sieht die Brücke fantastisch aus. Gespenstisch und knallrot. Und meistens kann man sich darauf verlassen, dass das Wetter einen Kilometer vom Strand entfernt auch wieder schön ist. Der dichte Nebel über dem Wasser, den man als Laie gerne mit schlechtem Wetter verwechselt, ist im Stadtzentrum meistens verschwunden und macht strahlend blauem Himmel Platz.
Für hart gesottene empfiehlt sich auch noch ein Ausflug auf die Gefängnis-Insel Alcatraz. Aber aufgepasst: mit kleinen Kindern ist das nicht zu empfehlen! Die Insel ist zwar kein Gefängnis mehr, aber die Zellen sind bedrückend klein und das Ambiente ist niederschmetternd. Aber man hat von der Insel aus einen schönen Blick auf die Stadt. Eine Alcatraz-Tour sollte man auf jeden Fall vorbuchen, mindestens ein oder zwei Tage. Diese Touren sind beliebt und die Tourschiffe oft restlos ausgebucht.
Und zu guter Letzt sollte man natürlich auch nicht darauf verzichten mit dem Cable Car eine Runde zu drehen. Empfehlenswert ist hier die Strecke von der Shoppingmeile Market Street in Richtung Pier 39. Erholung bietet der große Golden Gate Park, der allerdings aufgrund seiner Nähe zum Meer oft im Nebel versunken ist und gespenstisch wirkt.
Wer nach all diesen Sehenswürdigkeiten immer noch nicht genug von San Francisco bekommen kann, dem empfehle ich noch einen Trip auf die Nordseite der Golden Gate Bridge nach Sausalito. Auch dort kann man niedliche Häuser und verwinkelte Gässchen bewundern, allerdings integriert mit verschiedenen Stegen und offen zum Wasser – im Stil eines Fischerdorfes. Ein gelungener Abschluss für einen Trip in die USA.






