USA – Grand Canyon
Der Grand Canyon in Arizona ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. Der von oben winzig klein anzusehende Colorado River in einer riesigen Schlucht, wirkt auf Fotos leider nicht so beeindruckend wie in Wirklichkeit. Weite lässt sich eben nur schwer auf Papier verewigen. Deswegen ist der Grand Canyon eine Reise unbedingt Wert.
Entstanden ist der Grand Canyon durch die unermüdliche „Arbeit“ des Colorado River über viele Millionen Jahre hinweg, der das Colorado Plateau unterspült. Was man heute sieht, sind Gesteinsschichten aus verschiedensten Epochen der Erde. Nicht nur die beeindruckende Größe des Canyons, er ist beinahe 450km lang, fast 30km breit und 1800m tief, verschlagen Touristen die Sprache. Auch die vielen verschiedenen Farben des Gesteins lassen diese Schlucht zu etwas ganz Besonderem werden. Denn – und es ist kaum bekannt – der Grand Canyon ist nicht die größte Schlucht der Welt, aber trotzdem die meist besuchte Schlucht der Welt.
Den Grand Canyon kann man von Norden (North Rim) als auch von Süden (South Rim) erreichen. Besser zugänglich, aufgrund einiger gut ausgebauter Straßen und des Grand Canyon Village direkt am Eingang des Nationalparks, ist der South Rim. Hier sind auch die meisten Touristen zu finden. Es ist kein Problem den Grand Canyon auch im Winter zu besuchen. Es kann zwar sein, dass oben am „Rim“ Schnee liegt, allerdings sind Wanderungen hinab zum Colorado River meist trotzdem möglich, da das Klima in der Schlucht viel wärmer ist.
Für einen Besuch des Grand Canyon National Park sollte man sich am besten ein paar Tage Zeit lassen. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann und will, kann sich im Grand Canyon Village in einem Motel einquartieren oder auch campen, allerdings sind die Preise dort ziemlich gesalzen. Günstiger ist es, in Williams zu übernachten. Diese kleine Stadt ist etwa 30 Meilen vom South Rim entfernt und bietet verschiedene Motels. Von dort kann man in der Früh die kurze Strecke zum Canyon gut zurücklegen und zahlt wesentlich weniger für die Übernachtung. Für den Nationalpark selbst sollte man mindestens 2 Tage zur Verfügung haben und auch ein Auto sein Eigen nennen. Der Park ist sehr langgezogen und man kann auf einer Straße nah am South Rim den Canyon entlang fahren. An verschiedenen Aussichtspunkten gibt es Parkplätze und man kann auf den Canyon blicken.
Wer gut zu Fuß ist oder sogar wandern möchte, kann entlang des South Rims verschiedene Wanderwege ablaufen. Das ist sehr zu empfehlen, wenn man den Touristenmassen entgehen möchte. Je weiter der Weg vom Parkplatz entfernt ist, desto weniger Touristen finden sich dort. Und auch für geübte Wanderer ist einiges geboten. Es ist möglich in den Canyon hinabzusteigen und in einer Lodge am Colorado River zu übernachten. Aber Vorsicht! Auch wenn das Wetter am Rim angenehm kühl ist, der Abstieg zum Colorado ist steil, weit und lang. Und das Klima in der Schlucht ist heiß. Viel Wasser, ordentliche Schuhe, eine gute Kondition und viel Zeit sind unabdingbar. Wer den ganzen Weg absteigen möchte, muss unbedingt schon in der Früh mit dem Abstieg beginnen. Auch muss man Übernachtungen am Camping Platz in der Schlucht oder in der Lodge in der Schlucht, vorher anmelden und prüfen, ob es noch Kapazitäten gibt. Aber wenn all das geregelt ist, lohnt es sich auf jeden Fall!
Und wer nicht so sportlich ist, der möchte vielleicht stattdessen einen Helikopterflug über den Canyon machen (das geht von Las Vegas aus) oder den berühmten Skywalk erkunden. Der Skywalk befindet sich ebenfalls am South Rim, allerdings weiter westlich als Grand Canyon Village und in einem Gebiet der Hualapai. Der Skywalk, ein hufeisenförmiger Steg, der in den Canyon hineinragt, ist sicher einzigartig. Nur leider auch teuer und nicht besonders leicht zugänglich. Wer allerdings dafür etwas tiefer in die Tasche greifen will, wird bestimmt nicht enttäuscht.




