Glendalough – Oase in den Wicklow Mountains

Südlich von Dublin liegen die Wicklow Mountains, die ein beliebtes Ausflugsziel für die Dubliner sind. Das Wicklow County hat sowohl für Wanderer als auch Erholungssuchende viel zu bieten, denn die leichten Berge eignen sich nicht nur für Wanderer, die länger gehen wollen, sondern auch für Spaziergänger jeden Alters.


In Wicklow selbst kann man sich das Wicklow’s Historical Gaol, das alte Gefängnis, anschauen. Das Museum ist schön aufgemacht und in fast jeder Zelle kann man eine Nachbildung der damaligen Zelleneinrichtung, Inschriften in der Wand oder Infotafeln finden. An der Küste liegt die alte Festung Black Castle, welche heute leider nur noch als Ruine zu besichtigen ist. Dennoch hat man von dem Punkt aus einen wunderschönen Blick auf die Stadt, das Meer und zu den Anfängen der Wicklow Mountains.

Von Wicklow aus fährt man ca. 30 Minuten in westliche Richtung bis nach Glendalough (von Dublin aus kann man ca. 1 Stunde Fahrt rechnen), eine alter Klostersiedlung, die malerisch in einem Tal mit zwei Seen liegt. Von diesen zwei Seen leitet sich auch der irische Name der Siedlung ab. Im 6. Jahrhundert siedelte sich dort der Hl. Kevin an, der dort als Eremit lebte und die Siedlung quasi gründete, denn schon zweihundert Jahre später lebten mehrere tausend Leute in Glendalough.

Vom Parkplatz aus kommt man zuerst zu einem kleinen Friedhof, in dessen Mitte ein Rundturm von 33 m Höhe steht, der im 11. Jahrhundert errichtet worden ist. Ein kleines Stück weiter den Waldweg entlang geht es in Richtung Upper Lake. Der See liegt auf der rechten und linken Seite umgeben von Wald, am Ende des Sees kann man in das Tal hochschauen, welches vorrangig aus Geröll besteht und nur für Wanderer mit guter Kondition und guten Wanderschuhen geeignet ist. Der See bietet sich zwar in den Sommermonaten auch zum Baden an, ist aber an sich kein richtiger Badesee, an dessen Ufer man als Badender aber Vorsicht walten lassen sollte, da er schnell tief abfällt.

Zu linker Hand des Sees (mit Blick auf das Ende des Tals) kommt man auf einem kleinen Weg zu der Ruine einer kleinen Kirche, deren Gemäuer und Eingang zum Teil noch erhalten ist. Der Weg führt zwar weiter in den Wald hinein, sollte aber auch nur mit guten Wanderschuhen begangen werden, da er bei nassem Wetter sehr rutschig sein kann. Zur rechten Seite des Sees kommt man auf einem guten und breiten Waldweg, der sich für normale Spaziergänge anbietet. So geht man entlang des Seeufers in Richtung des Tals und hat einen schönen Blick auf die Waldseite des Sees. Der Weg geht am Waldrand dann in das Geröll über. Diesen Teil sollte man aufgrund der Rutschgefahr nur noch mit festen Wanderschuhen begehen.

Je nach Wetter hat man in Glenadlough gespenstisch-neblige Umgebung oder auch strahlende Farben bei Sonnenschein, weshalb sich ein Ausflug bei jedem Wetter lohnt – Regenkleidung empfiehlt sich jedoch sehr bei schlechtem Wetter. Von Glendalough aus kann man zu verschiedene Wanderungen aus starten, zu denen das Glendalough Visitor Centre gute Broschüren und Informationen anbietet.

 

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Datum: Dienstag, 24. Januar 2012 11:27
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